Nistkästen werden aufgehängt, um die fehlenden Höhlen alter Bäume zu ersetzen. Ein Häuschen wird in der Öffentlichkeit eher akzeptiert als ein Loch in einem Baum; dieser könnte ja, weil geschwächt, umfallen. Doch es kann Jahre dauern, bis er fällt, denn die Natur weiss mit sich selbst umzugehen.
Höhlen können vom Specht leichter gezimmert werden. Durch Pilze und Käfer entstehen aber auch Höhlen, die von Meisen, Fledermäusen, Eulen, Siebenschläfern etc. benutzt werden, weil sie selbst nicht in der Lage sind, Höhlen zu zimmern. Gerne spricht man daher von das "Totholz lebt".
Das Ende eines Baumes ist der Humus. Diesen wiederum hätten wir gerne in unseren Gärten. Die diesjährige Kontrolle von nunmehr 13 Kästen ergab ein „full house“. Nur der Fledermauskasten blieb unbesetzt. Tote Jungvögel oder unbebrütete Eier kommen vor, doch bei 4-6 Eiern pro Gelege und zwei Bruten im Jahr stirbt eine Art nicht aus. Der Wohnungsmangel ist heute in der Schweiz das grösste Problem für die Vögel.